Ursachen für Halitosis

Studien zeigen, dass ca. 90 % der Ursachen oral bedingt sind. Der Zahnarzt sollte somit der 1. Ansprechpartner für einen Halitosis-Patienten sein. 

Thema Mundgeruch

Ein Tabuthema, das keins mehr sein sollte!!!

Gibt man den Suchbegriff "Mundgeruch" in gängige Suchmaschinen ein, werden in 0,5 Sekunden über 2 Mio. Ergebnisse angezeigt. Sucht man nach dem Englischen Pendant "Bad Breath" findet man 374 Mio. Einträge in 0,4 Sekunden. Schlechter Atem ist also ein Thema, dass weit verbreitet ist. Studien belegen, dass ca. 50-60 % der Weltbevölkerung von Mundgeruch betroffen sind, davon viele sogar chronisch. Der Fachbegriff Halitosis ist Latein und bedeutet Atem, Hauch. 

Studien zeigen, dass ca. 90 % der Ursachen oral bedingt sind. Viele Menschen glauben, dass der Magen- und Darm-Bereich einer der Hauptursachen für Mundgeruch ist. Dies ist jedoch nicht der Fall, wie das Diagramm unten zeigt. Menschen, die unter Halitosis leiden, können selbst nicht ihren schlechten Atem wahrnehmen. Der Körper hat sich bereits nach kurzer Zeit, ähnlich wie bei Duftstoffen, die wir täglich benutzen, an unseren Geruch gewöhnt (So genannte Adaption des Geruches). 



Die Ursachen für Halitosis im Detail

Wissenschaftlich erklärt

Beobachtungen beweisen, dass die Ursache von Halitosis vor allem in der metabolischen Aktivität oraler Bakterien liegt: 

Viele orale Bakterien produzieren aus Speichel, Plaque oder Zungenbelag, flüchtige Schwefelverbindungen (VSC, volatile sulfur compounds), die auch wichtige geruchswirksame Bestandteile der Ausatmungsluft sind. Die gleichen Bakterien fermentieren schwefelhaltige Peptide und Aminosäuren, die aus Nahrungsresten, desquamierten Epithelzellen, Blut und Wirtssekreten, wie Speichel und Sulkusflüssigkeit, stammen. 

(Quelle: Buch Halitosis, Andreas Filippi)

Praktisch erklärt

Das bedeutet, dass oft Speisereste in den Zahnzwischenräumen, sowie Ablagerungen auf der Zunge oder in schwer erreichbaren Bereichen des Mundes, die Hauptursache für chronischen Mundgeruch ist. Dabei spielt auch der Zahnbestand sowie -begebenheit, aber vor allem die tägliche Mundhygiene als auch die Häufigkeit einer professionellen Zahnreinigung eine wichtige Rolle. Weitere Studien zeigen auch, dass der Konsum bestimmter Lebensmittel eine Halitosis begünstigen. Dabei sprechen wir nicht unbedingt über den Konsum von Zwiebel, Knoblauch oder den Genuss von Tabakprodukten oder Wein. 



Auch junge Menschen sind von Halitosis betroffen

Halitosis kommt in jeder Altersgruppe und in jeder sozialen Schicht vor. Menschen die davon betroffen sind, leiden oft sehr unter ihrem schlechten Atem und scheuen sich auch häufig in nahen Kontakt zu treten. Die gute Nachricht für betroffene ist jedoch, dass Halitosis durch eine professionelle Diagnose sowie Behandlung und durch die richtige tägliche Mundhygiene in Kombination mit Mundhygiene-Produkten nachhaltig heilbar ist.